[Monte Caseros] Pisten-Wut

Veröffentlicht: 29 Januar, 2013 in allgemein
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Ese articulo describe mas o menos mi primera y segunda etapa en Argentina. La Ruta 14, que es una ruta principal, esta cerrada para bicicletas. Por eso tuve que andar por rutas menores, que no tienen pavimento. Estaba un gran apuro recorrer unos 140km por esos caminos.
Finalmente llegué a Monte Casero. Acá habia un concierto de Victor Heredia en la costanera de la ciudad. Decidí que andar por Brasil los proximos 3 dias haste San Borja. Hay una ruta mejor allá. Despues voy a volver a Argentina y seguir el camino hasta Posadas.

Reden wir doch mal über schlechte Reiseplanung. Dass man über die Brücke bei Salto von Uruguay nicht mit dem Bike nach Argentinien fahren kann, wusste ich. Aber da gibt es eine Fähre. Das wusste ich auch. Dass dann jedoch an der Ruta 14 ein rundes Schild mit rotem Rand, schrägem roten Strich und einem Radfahrer hinter dem Strich stehen würde, war neue Information. Zugegeben, die Straße IST eine Autobahn und für Radfahrer nicht geeignet also kann ich die Entscheidung des Verbots nachvollziehen.
Eigentlich hatte ich aber den Großteil der Strecke Richtung Norden auf der Ruta 14 geplant. Für die Tonne wie ich feststellen muss.
Der Alternativ-Weg, den ich auf die Schnelle zusammenzimmern konnte umfasste kleinere Straßen und einen Umweg von 50km. Das ist viel aber Härte wächst bekanntlich nicht auf Bäumen sondern muss unter Qualen antrainiert werden. (Nur um den Spruch hier zu bringen: Schweiß ist Schwäche, die den Körper verlässt.) Zu den 50km Umweg kamen noch die 14 unnütz gefahrenen Kilometer hinzu, um das Fahrrad-verboten-Schild zu sehen.

OK, es war schon 10 Uhr und die Sonne würde ihr unseeliges Werk gleich mit Vollgas vorantreiben aber das ist dann eben so. Ich wollte nach Chajari (Luftlinie: 80km, Straße 140km). Jacke an, lange Hose an, hier hilft kein Kosmetik-Produkt um derartige UV-Strahlung über geschätzte 8 Stunden zu bekämpfen. Die Straße fuhr sich anfangs auch gut und der Wind standt günstig. Ganz entspannt dämmerte ich weg. Die Beine machten das schon, ich musste nur den Lenker festhalten. Nach 20km blieb dann das Vorderrad plötzlich stecken. Ich wachte auf und sah die Misere. Kein Asphaltbelag vorhanden. Stattdessen schien die Straße bis zum Horizont aus losen katzenfaust-großen Kieseln zu bestehen. Ganz klar, eine Herausforderung.
Die Karte sagte: nach 17km biegen wir auf eine größere Straße ein. Die wird ja sicherlich asphaltiert sein und 17km weit kann man alles aushalten. Also los.
Diese Piste ist ätzend. Sie wandelte sich ohne erkennbares System alle paar Kilometer von Grobschotter zu Feinschotter zu Sand zu Staub zu festgefahrenem Dreck zu Waschbrett und wieder zu Schotter. Man kann das mit dem Bike machen aber Spaß macht das nicht und „radfahren“ würde ich das auch nicht nennen.
Lange Rede kurzer Sinn, die nächste Straße war nicht asphlatiert und die nächste auch nicht. Allesamt waren sie derselbe Schotter/Dreck/Staub-Mix.
5 Kilometer vor dem Ziel, nach 90km durch die Pampa, bog ich endlich auf eine perfekt mit Flüsterasphalt aufgelegte Piste ein. Da allerdings war ich bereits so gallig, dass das auch nichts mehr verbesserte. Im Endeffekt habe ich an meinem ersten Tag in Argentinien bereits über  eine Strecke von knapp 100km die Straßenverhältnisse kennenlernen dürfen, für die der Kontinent berühmt ist. Ich muss wohl auch nicht dazu sagen, dass auf der ganzen Strecke kein Dorf mit Tante-Emma-Laden vorhanden war. Es gab nur massenhaft Farmen mit den Gauchos auf Pferden. Die schadenfreuten sich auch ziemlich, beim Anblick eines vorbeiwackelnden Fahrrads.
In Chajari musste ich noch einmal die Ruta 14 kreuzen. Hier stand merkwürdigerweise kein Schild, dass das Befahren mit Fahrrädern verboten wäre. Mich deucht ich werde gefoppt.

Der folgende Tag in Argentinien von Chajari nach Monte Caseros verlief identisch. Anfangs fuhr ich auf der Ruta 14 aber der Polizist, der mich stoppte war nicht sehr erbaut von meiner Anwesenheit. Daher: weitere 50km Schotter. Am Abend war ich heiser vom lautstarken Fluchen über alles Argentinische und dieses Unrechtssystem.

Versöhnt wurde ich allerdings im Zielort Monte Caseros. Die Uferpromenade ist der Hammer. Und es spielte live und für lau die argentinische Legende Victor Heredia. Immerhin was.

Trotzdem geht es ab sofort in Brasilien weiter mit der Tour auch wenn ich eigentlich nicht in dieses Land wollte und auch wenn es heißt, dass ich zwei Grenzübergänge (nach Uruguay und nach Brasilien) innerhalb eines Vormittags queren muss. Diese miesen Straßen tue ich mir nicht weiter an. Ich verstehe ja viel Spaß aber…
Fotos:

Piste irgendwo vor Chajari.

Piste irgendwo vor Chajari.

Strandpromenade von Monte Caseros. Hier trifft sich die gesamte Stadt zum Rumhängen am Rio Uruguay

Strandpromenade von Monte Caseros. Hier trifft sich die gesamte Stadt zum Rumhängen am Rio Uruguay. Es gibt Bier und Hoola Hoop Reifen.

Victor Heredia in Action. Die Musik ist ja nicht so meins aber es waren ungefähr alle Leute aus dem Umkreis von 50km da. Der Mann scheint ein Star zu sein.

Victor Heredia in Action. Die Musik ist nicht so meins aber es waren ungefähr ALLE Leute aus dem Umkreis von 50km da. Der Mann scheint ein Star zu sein.

Kommentare
  1. Mi sagt:

    Bueno, tiene uno site que dice algo sobre la carretera a San Borja em bici: http://www.pedarilhos.com.br/blog/tags/sao-borja/
    Al menos tienen fotos de la carretera. Espero que ayude.

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