Mit ‘Chonta’ getaggte Beiträge

Huancavelica, una ciudad como Ayacucho pero un poco mas pequeña. No hay muchas cosas para hacer excepto relajar y eso es lo que hago para un dia. El camino hasta aqui estaba espectacular con bosque, rios, lagunas y la abra mas alto del viaje: la Abra Huayraccasa. Mira las photos! Mañana me voy al rumbo Huancayo. Tal vez puedo lograr la ciudad en un dia, quizas en dos.

So so, hier beschweren sich bereits die ersten Leser, denen mein Hoehenmetergelaber zu viel wird, ich solle nicht so auf den Schlamm hauen. Derzeit ist dieses Thema jedoch das wichtigste fuer meinen Tagesablauf, daher wird das schwer. Ich werde es jetzt noch einmal ansprechen und dann andere Themen suchen. Ausserdem habt Ihr es ja auch bald geschafft. Hier kommen nicht mehr viele Texte. Das verspreche ich. Wer keine Hoehenmeterangeberei lesen moechte kann ab dem Strich weiter unten lesen.
Gestern bin ich auf den hoechsten Punkt der Reise geklettert, den Huayraccasa Pass. Auf meinem Weg lag er leider nicht aber vom Chonta Pass ist es sozusagen nur ein Bergkatzensprung bis da hoch und wenn man schon mal in der Gegend ist… deswegen bin ich nur schnell hoch gefahren, 20 Meter ueber die Spitze gerollt (Pass erledigt), dann Foto gemacht und auf der gleichen Seite wieder runter. Offiziell steht da was von 5059 m ueber dem Meer auf der Tafel:

Laut meiner KArte der hoechste befahrbare Pass der Welt, ich habe meine Zweifel

Huayraaccasa, laut meiner Karte der hoechste befahrbare Pass der Welt, ich habe meine Zweifel

El gran Pedro que sabe todos los caminos ist allerdings ganz anderer Meinung und da ich ihn fuer das Mass der Dinge halte, gehe ich eher mit seiner Angabe d’accord, dass der Pass nicht ganz 5000m hoch ist. Da oben ist es kalt, windig, sonnig und ziemlich ungemuetlich. Ich will gar nicht wissen, wie sich das erst bei Schnee anfuehlt.

Pedro meint, das sind nur 4969m. Ich glaube ihm.

Pedro meint, das sind nur 4968m. Ich glaube ihm. Der Luftdruck zeigt, dass noch 56% des normalerweise vorhandenen Sauerstoffs da sind – da wird einem schlecht.

Normalerweise tuen mir die Abfahrtshoehenmeter leid wenn ich weiss dass ich sie wieder hoch muss. Diesmal war ich wirklich froh, nach 3 Tagen wieder in der Gegend von etwa 3600 anzukommen. Da ist es 10 Grad C waermer und man faehrt nicht mit permanent sauren Oberschenkeln im Kriechgang durch die Kante.

_______________________________

Aber die Strecke nach Huancavelica… Die war eine der schoensten der Tour. Ich bemittleide den allergroessten Teil der Peru-Radfahrer, die die Route Abancay – Nasca – Pisco – Lima nehmen. Die hat weniger Anstiege und bessere Strassen als die Strecke durch das Inland Abancay – Ayacucho – Santa Ines – Huancavelica – Huancayo – Lima.
Sie verpassen ein Gebiet mit wunderschoenen Gebirgsseen und spektakulaeren Bergformationen. Ist man erstmal aus dem Talkessel von Ayacucho heraus, klettert die Via de los Libertadores auf bestem Asphalt langsam durch Wald- und Dorf-Gebiete entlang eines Gebirgsflusses bis Rumichaca. An einem Tag schafft man das nicht aber man kann schoen an dem Fluss zelten. Bei Rumichaca geht es dann auf schlechterem aber akzeptablem Asphalt weiter bis Santa Ines. Dort kann man sogar in einer Herberge unterkommen. Fruehs waren 6 Grad C im Zimmer und durch das undichte Dach tropfte der schmelzende Rauhreif in die Bude. Es gibt sogar ein Restaurant mit Forellen im Angebot. Die werden 500m  weiter in einem der Seen gezuechtet. Von Santa Ines geht es dann ueber den Chonta Pass nach Huancavelica. Ab der Passhoehe ist dann leider der Asphalt zu Ende und eine Schuettel- und Klapperabfahrt nimmt ihren Lauf. Rechts ab vom Chonta geht ein uebler Dreckweg Richtung Lircay ueber den Huayraccasa Pass. Der ist etwa 2 km vom Chonta entfernt und noch einmal 100m hoeher. Aber hier die Bilder der Strecke:

Raus aus dem Ayacucho-Kessel

Raus aus dem Ayacucho-Kessel

Via de los Libertadores 1

Via de los Libertadores

Via de los Libertadores 2

Via de los Libertadores 30km weiter

Blick aus dem Zelt am naechsten Morgen

Blick aus dem Zelt am naechsten Morgen

Unterwegs nach Santa Ines: Schwefelbluete am Berg

Schwefelbluete am Berg

Laguna Choclococha bei Santa Ines

Laguna Choclococha bei Santa Ines

Das trostlose Santa Ines. Eine Nacht der Kaelte und dann weiter

Das trostlose Santa Ines. Strom haben sie, soviel ist sicher. Eine Nacht der Kaelte und dann weiter

Vorbei an unzaehligen Llama-Herden, die sich immer so schoen erschrecken, wenn man vorbei kommt

Vorbei an unzaehligen Llama-Herden, die sich immer so schoen erschrecken, wenn man vorbei kommt

Lagune vor dem Chonta Pass 1

Lagune vor dem Chonta Pass 1

Die gleiche Lagune mit seltsam runden Moos-Plattformen

Die gleiche Lagune mit seltsam runden Moos-Plattformen

Abfahrt nach Huncavelica. Der Weg erinnerte stellenweise stark an den Camino de la Muerte

Abfahrt nach Huncavelica. Der Weg erinnerte stellenweise stark an den Camino de la Muerte

Tja, und jetzt bin ich hier im beschaulichen Huancavelica, eine Stadt mit null Touris einem Marktplatz, einem Museum und sonst nicht viel zu gucken. Die Mine Santa Barbara fuehrte 1571 zur Gruendung der Stadt. Dort wurde bis in die 70er Jahre des letzten Jahrhunderts Quecksilber abgebaut. Das brauchte man fuer die Silbergewinnung. Die Mine fuehrte immer auch den Namen „Mine des Todes“ Heute nachmittag wandere ich vielleicht mal hin.Ansonsten kann man hier schoen rumhaengen und ausruhen. Morgen versuche ich die Strecke bis Huancayo zu absolvieren. Mal sehen ob das was wird oder ob ich unterwegs wieder mal das Zelt auspacken muss.

Plaza de Armas von Huancavelica

Plaza de Armas von Huancavelica

Advertisements