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[Cusco] Alles Inka

Veröffentlicht: 3 April, 2013 in allgemein
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Llegue a Cusco, una ciudad lleno de turistas y unas mil agencias de turismo que ofrecen excursiones en bici, en barco, a pie o en cualquier otra manera de transporte a las ruinas inkas de los alrededores y tambien a las ruinas mas famosas de Machu Picchu. Cada 20 segundos en la calle alguin me llama „amigo“ para venderme una massage o cosas artesanias. Es duro pero estoy de buen humor porque solo tengo que andar unos 1000km mas en bici hasta el destino final – Lima. El viernes voy a visitar Machu Picchu tambien. Entonces empieza la cruzada del oeste de los Andes.

Gestern bin ich am Hoehepunkt der Reise angekommen. Cusco. Die Reise hier her fuehrte unsere, inzwischen auf 4 Radfahrer angewachsene Reisegruppe durch eine malerische Landschaft aus gruenen Bergen und endlosen Weideflaechen, ueber den Abra Raya-Pass mit 4335m und vorbei an einer Thermalquelle, wo man Meerschweinchen (heisst hier „Cuy“) ass.

Abwaerts in den gruenen Bergen.

Abwaerts in den gruenen Bergen.

Die ehemalige Hauptstadt des Inka-Reiches ist angeblich der am laengsten durchgaengig besiedelte Ort des Kontinents. Die Vororte sind grausam. Leider hat der Rad-Tourist nicht die Moeglichkeit diese schlafend im Bus zu ueberspringen. Aber die Altstadt. Die ist wirklich schick. Um den Hauptplatz stehen zwei Kirchen und eine Kathedrale herum und links und rechts der engen Strassen kann man die geniale Bauweise der Inka-Haeuser bewundern. Die Steine sind ohne Moertel aufeinander gesetzt und passen zu 100 Prozent. Da kann man keine Rasierklinge dazwischen schieben. Durch die Verzahnung halten diese Mauern seit Jahrhunderten den Erdbeben stand. Die Spanier erkannten diese Qualitaet und bauten ihre Kollonialbauten auf den Grundmauern der Inkas auf.

Mauerwerk in Cusco. Puzzlen fuer Fortgeschrittene

Mauerwerk in Cusco. Puzzlen fuer Fortgeschrittene

Der Blick ueber die Plaza ist auch nicht schlecht nur muss man schon sagen, dass sich hier der internationale Tourismus vollstaendig und bis in den letzten Winkel breit gemacht hat.

Cusco Altstadt.

Cusco Altstadt.

Es befinden sich um die Plaza herum NUR Touri-Kneipen, Tour-Anbieter, Geldwechsler und Artesanal-Laeden mit Alpaca-Pullovern. Alle 5 Meter (und ich uebertreibe nicht) wird einem eine Massage angeboten oder irgendein Firlefanz mit Llamas drauf. Alle reden einen mit „Amigo“ an. Da ist es mir fast lieber, wenn man mich einen Gringo nennt.
Aber ich will nicht meckern, Zum Ausruhen und Beine baumeln lassen ist immer noch genug Freiraum vorhanden. Die letzten Etappen waren zwar nicht so huegelig wie erwartet aber dafuer relativ lang. Die naechste Station ist dann Macchu Picchu. Die groesste Attraktion Suedamerikas wurde nie von den Spaniern gefunden. Offiziell wiederentdeckt wurde die Stadt erst 1911 von einer amerikanischen Expedition, die eigentlich was anderes suchten. Ich schaetze, dass jeder Peru-Tourist nach Machu Picchu faehrt.
Um das zu tun, muss man mit dem Zug fahren. Es gibt einen Tarif fuer die Einheimischen, der ist relativ billig und einen fuer die Gringos, der belaeuft sich auf 140 US$. Den fuer die Einheimischen darf man als Langnase unter Strafe nicht nutzen. Da denkt man sich doch: „Gut, fahre ich halt den Grossteil der Strecke mit dem Fahrrad und lege die verbleibenden 30 km mit dem Zug zurueck. Als ich dem Angestellten von PeruRail meinen Plan mitteile zuckt der mit den Achseln und nennt einen Preis von 105US$ fuer die insgesamt 60km hin und zurueck. Das ist teurer als der Schnellzug bei der DB. Zaehneknirschend loehne ich den Betrag, alle anderen Optionen kosten zu viel Zeit oder sind unpraktisch oder noch teurer.
Das Eintrittsticket fuer Machu Picchu schlaegt dann noch mal ein 40EURO-Loch in die Reisekasse plus Kommission (10%), es sei denn ich moechte das Ticket direkt bei der Kulturbehoerde kaufen. Will ich. Aber die liegt einen guten Fussmarsch entfernt in den ueblen Vororten. Dort stehe ich dann in einer Schlange von anderen genervten Touristen und einigen Tour-Anbietern, die fuer ihre Schuetzlinge die Tickets besorgen. Halbe Stunde weg aber Ticket in der Hand. Mit dem darf ich auch auf den Berg neben Machu Picchu klettern. Yeahh! Insgesamt hat mich der Spass jetzt als Selbstorganisator 120 EUR gekostet und dafuer muss ich die knapp 90 Kilometer bis zu meinem Bahnhof selbst zuruecklegen. Das ist eine ganz schoene Abzocke hier.
Die Kirchen verlangen ebenso Eintritt und alle anderen archaeologischen Sehenswuerdigkeiten im Umland sowieso. Spasseshalber habe ich mich mal nach dem Inka-Trail erkundigt, dass ist ein 4 Tages-Marsch hoch nach Machu Picchu der nur gefuehrt gemacht werden darf. Dafuer sind dann 500US$ faellig mit 6 Wochen Wartezeit. Bei diesem Andrang ist es dann auch klar, dass sich solche Preise entwickeln. Es lebe die Marktwirtschaft. Aber wer weiss wie lange man noch da hin kann. Es gibt Theorien, nach denen die steilen Haenge der Stadt jeden Monat um einen Zentimeter abrutschen, was mal irgendwann in einer Katastrophe enden koennte. Die 2000 taeglichen Touristentrampel helfen da natuerlich nicht, die Lage zu verbessern. Allerdings scheiterten alle Bestrebungen, das Abrutschen einzudaemmen an den verschiedenen Interessen der Tourismus-Unternehmen, die ihre Gelddruck-Maschine so wie sie ist behalten wollen. Mal sehen wie das da wird. Erstmal muss ich hier noch zwei Museen in Cusco anschauen und einen ausgedehnten Stadtrundgang machen.

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