Mit ‘Uruguay’ getaggte Beiträge

Terminé mi primera semana como ciclista en Sudamerica. Durante los 5 etapas en Uruguay pasé las ciudades de Florida, Durazno, Paysandu y Salto. Desgraciadamente toda la gente se fueron al este para disfrutar el mar. Todos las ciudades estan vacias, la mayoria de los museos esta cerrado y no hay nada para hacer. No encontré a ningun turista todavia.
En el museo de Paysandu las empleadas se aburrieron tanto que tuvieron el tiempo para explicar cada pedazo de la exposición. A mi me parece la historia de la barca Maria Madre la mas interessante. Por unos juegecitos judiciales la barca habia detenido en el puerto de Paysandu para 40 años. Ese texto contiene una foto del mascaron de proa original de la Maria Madre.

Was ist zu erzählen? Die erste Woche und auch das erste Land dieser Radfahr-Reise ist abgehakt. Es sind bereits etwa 570km geschafft und was im Höhenprofil so glatt und einfach aussah entpuppte sich direkt mal als einigermaßen unzutreffend. Dieses Land hat Hügel. Und nicht nur immer mal einen, nein. Es geht so gut wie nie glatt gerade aus. Entweder fährt man leicht bergan oder leicht bergab, das ändert sich etwa alle 200m. Eine Straße hier sieht typischerweise so aus:

Für den Betrachter unspektakulär, für den Radfahrer der Hass: Uruguayanische Hügelpiste

Für den Betrachter unspektakulär, für den Radfahrer der Hass: Uruguayanische Hügelpiste

Normalerweise sieht man vom Gipfel eines jeden Hügels die folgenden 3 Wellen bis zum Horizont. Die sind auch nicht mal groß: 20Höhenmeter hoch dann 8 runter wieder 3 hoch, 14 runter, 10 hoch, 30 runter usw. Dieses Spielchen über 120 km – herzlichen Dank. Man kommt auf keinen runden Tritt, die Rollphasen schlauchen mehr als das sie nutzen und nebenbei sind ja auch noch herzerwärmende 35 Grad. Am Tag sammeln sich auf diese Weise so zwischen 500 und 700 Anstiegs-Höhenmeter. Und vom Gegenwind erzähle ich jetzt mal noch gar nichts. Das einzige Mal, dass ich Rückenwind hatte, war an einer Stelle, an der ein überfahrener Skunk lag. Ich wollte ein Foto machen aber ich glaube ich hätte mich übergeben müssen. Dank des günstigen Windes hatte ich noch (ungelogen) einen Kilometer später das Vergnügen des olfaktorischen Totalschadens. Mein Gott hat das Vieh gestunken. Kurz gesagt, die Tour läuft super.

Zu den Städten unterwegs lässt sich nicht viel sagen. Sie sind alle ziemlich ausgestorben, weil die Bürger in den Osten zu Uruguays Atlantikküste aufgebrochen sind. Die meisten Museen haben daher geschlossen und die Restaurants machen erst gegen 21:00 auf (unschön, wenn man gegen 4 mit Hunger im Bauch ankommt). Aber ein paar Fotos habe ich dennoch:

Eines der Nationalgerichte: Chivito. Pommes Fleisch, Kochschinken, Schinken, Ei, Majonaise mit Salat, eine Olive (nicht abgebildet). Mir wurde versichert, dass das die Portion für eine Person wäre. Nicht zu schaffen

Eines der Nationalgerichte: Chivito. Pommes, Fleisch, Kochschinken, Bacon, Ei, Majonaise mit Salat, eine Olive (nicht abgebildet). Mir wurde versichert, dass das die Portion für eine Person wäre. Nicht zu schaffen

Historischer Friedhof von Paysandu. Damals wurde noch geklotzt beim Bau von Grabmälern. Das jüngste Grab ist von 1903

Historischer Friedhof von Paysandu. Damals wurde noch geklotzt beim Bau von Grabmälern. Das jüngste Grab ist von 1903

Hauptkirche von Paysandu. Auf dem Dach die uruguayanische Staatsflagge? Das habe ich noch nie gesehen. Dürfen die das? Was sagt der Papst dazu?

Hauptkirche von Paysandu. Auf dem Dach die uruguayanische Staatsflagge? Das habe ich noch nie gesehen. Dürfen die das? Was sagt der Papst dazu?

Die Museumsangestellten des historischen Museums von Paysandu waren so gelangweilt, dass sie mir jedes Ausstellungsstück erklärten. Das fand ich sehr nett. Am interssantesten war die Geschichte der 3-Mast-Bark Maria Madre, die unter italienischer Flagge zwischen Brasilien und Uruguay unterwegs war. Im Jahre 1903 gab es ein kleines gerichtliches Scharmützel wegen der Ausfuhr von Leder. Das Schiff wurde im Hafen von Paysandu festgesetzt – bis zur Klärung. Die trat dann 1936 ein. Zu diesem Zeitpunkt fand sich aber der Club der Freunde der Stadt ein und war der Ansicht, dass das Schiff jetzt zur Stadt gehöre (Wahrzeichen und so). Das Schiff wurde weiterhin festgestzt – bis das geklärt werden konnte. 1943 war es dann so weit, der Seelenverkäufer wurde an eine brasilianische Reederei verkauft. Er war nur schon dermaßen zerfressen, dass die Neptunwerft von Paysandu sich noch schnell eine goldene Nase verdienen konnte. Ende 1943, nach 40 Jahren an der Kette durfte das Schiff wieder los. Es sank 1953 im Rio Grande do Sul/Brasilien. Hier ist ein Foto der Galionsfigur, die man nachher aus dem Schlick geholt hatte:

Galionsfigur der Maria Madre

Galionsfigur der Maria Madre

Schreiten wir zur Materialkritik:

  1. Fahrrad: hält. Der Rahmen verfärbt sich stellenweise orange. Keine Ahnung warum. Ist es die Sonne oder der Regen, der heute fiel? Ich beobachte das weiter
  2. Rucksack, den ich in Buenos Aires gekauft hatte: Henkel ab, ein Träger ab, 2 von 3 Reisverschlüssen kaputt, Stoff löst sich auf. Habe das Drecksding weg geschmissen
  3. Kugelschreiber (Werbegeschenk von Barthel Armaturen, den ich bei einer Tombola gewonnen hatte): Es machte Zoinggggg und das Teil hatte sich in 4 Teile zerlegt. Anbei ein Foto. Ich habe eine ortsübliche Spinne daneben platziert, damit Ihr in etwa seht, welche Maße der Kuli hatte:

    Kugelschreiber + Vogelspinne

    Kugelschreiber + Vogelspinne

Advertisements

Como muchas personas de la escuela quieren leer el blog y el aleman es una lengua que solo puede hablar poca gente, voy a escribir un resumen pequeño para cada articulo en español. La parte aleman sigue debajo. Queridos profesores de „La Herradura“, por favor corregid mis errores si quereis en los commentarios.
En ese articulo describo la despedida de la escuela y unons apuros de la primera etapa desde Montevideo hasta Florida. Al Kilometro 70 rompi una de mis alforjas y al km 80 me picó un insecto en la cara. Mi cara duele pero no se hichó demasiado. Ahora estoy sentado en el Café Central de Florida escribiendo este texto. Estoy el unico cliente. La ciudad parece un poco abandonado.

Und hier der Teil für die deutschsprachige Gemeinschaft:
Ja ich habe den Schulabschluss geschafft. Mein Zeugnis bescheinigt mir unteres Mittelmaß in Spanisch-sprech, -schreib und -les und Mittelmaß in Spanisch-hör. Ich sehe das ein bisschen anders denn nach wie vor kriege ich von normal sprecheneden Einheimischen nur ein Drittel mit. Aber das wird. Mit den Zeugnissen kam der Abschied von der Schule, es gab noch ein Foto als Andenken mit allen Schülern, ein paar Lehrern und das war’s dann auch schon.

Die Kollegen und die Lehrer am Schultor. Keiner ist sitzen geblieben.

Die Kollegen und die Lehrer am Schultor. Keiner ist sitzen geblieben.

Das der Brasilianer vor mir auf dem Foto mein ALTONA-T-Shirt so geschickt mit seiner Rübe verdeckt, dass da jetzt „ALT“ steht, werte ich als Provokation.

Gut. nach der Schule schnell nach Hause, Sachen packen und dann ging es am Samstag morgen um 7:30 bei Nieselregen, Gegenwind und 18 Grad los. Für die erste Etappe hatte ich eigentlich 92 km prognostiziert, am Ende waren es dann aber 106. Es gab zwischenzeitlich Abschnitte, die waren sehr unschön wegen zu hohem Verkehrsaufkommen und die Nebenstraßen sind halt ein wenig länger. Aber es fuhr sich gut und die Beine machen was sie sollen. Etwa bei Kilometer 70 habe ich es dann tatsächlich geschafft, eine meiner Front-Taschen kaputt zu machen. Pure Dummheit natürlich. Zum Foto machen bin ich zu nah an die Bordsteinkante gekommen. Die hat dann einen fetten Riss in die Tasche geschnitten. Verdammt. Das geht ja gut los. Ständig bin ich am Flicken von Löchern im Equipment.

10km später passierte dann gleich das nächste Übel. Ich passierte den kleinen Ort Mendoza, wo nicht unweit davon das Ceibal Projekt erdacht wurde (so zumindest sagt es ein Schild am Ortseingang). Im Rahmen des Ceibal Programms wurde jedes Grundschulkind Uruguays mit einem Laptop ausgestattet. Angeblich soll auch an jeder Schule des Landes kostenloses WIFI zu haben sein. Das habe ich aber noch nicht probiert. Die Blüte des Ceibo-Baumes ist gleichzeitig die Nationalblume des Landes aber ich schweife ab. Egal.
In Mendoza jedenfalls hatte ich mich gerade in die Bushaltestelle gelegt – Mittagschlaf. Da landet doch irgend so ein Drecks-Insekt auf meinem Gesicht und piekt ohne Grund zu. Anschließend griff es weiter wie blöde an. Das Vieh war ziemlich aggro.
Ich nehme an, dass es für die auf der anderen Straßenseite stehenden Kinder recht lustig aussah, als der Gringo um sich schlagend rumsprang und anschließend wie der Blitz auf seinem Fahrrad verschwand. Das Insekt verfolgte mich noch eine Weile, konnte aber glücklicherweise nicht noch einmal zustechen. Jetzt ist mein Kinn etwas dick und schmerzt auch. Mal sehen wie das morgen geht.

Cardal. Hier fing der Wahnsinn an. Jedes Grundschulkind bekam in Uruguay einen Rechner. Das Projekt wird als riesiger Erfolg gefeiert.

Cardal. Hier fing der Wahnsinn an. Jedes Grundschulkind bekam in Uruguay einen Rechner. Das Projekt wird als riesiger Erfolg gefeiert.

Palmen-Alle. Ist das nicht fetzig?

Palmen-Alle. Ist das nicht fetzig?

Alles in allem eine gelungene erste Etappe. Florida (Betonung liegt auf dem „i“) ist eine Kleinstadt, wo die Bürgersteige am Wochenende hochgeklappt bleiben. Hier ist gar nichts los. Naja. früh ins Bett und morgen wieder früh raus. Dann gehts nach Durazno (übersetzt heißt das hier Pfirsich)

[Montevideo] Peñarol und eine kleine Geschichte

Veröffentlicht: 14 Januar, 2013 in allgemein
Schlagwörter:, ,

Ein ereignisreiches Wochenende liegt hinter mir, mit dem Konzert der Band Molotow aus Mexico, einer Trainingsfahrt ins nahegelegene Fortin de Santa Rosa mit dem Fahrrad und dem Endspiel des Copa Rio de la Plata zwischen der montevideischen Mannschaft Club Atletico Peñarol und der argentinischen Mannschaft Club Atletico Veléz Sarsfield.
Die Radfahrt war anstrengend aber es gab nette Strände zu sehen und das Konzert ging so. Wir standen recht weit weg und es war brechend voll.

Auf dem Konzert.

Auf dem Konzert.

Das Highlight jedoch war ganz klar das Fussballspiel im Estadio Centenario auch wenn unsere Mannschaft, also Peñarol, 1:3 daheim verlor. Mein Couchsurf-Kumpan Bruno hatte die Karten beschafft und so standen wir dann tatsächlich im Hardcore-Fanblock von Peñarol, um uns herum hunderte Verrückte. Anfangs hatte ich mich noch gewundert, warum die zum Teil mächtig ausgebleichten schwarz-gelben Trikots der Jungs so seltsame Brandlöcher haben, als allerdings die erste bengalische Fackel neben mir anging wusste ich Bescheid. Der komplette Block minus ich (weil nicht textsicher) sang 90 Minuten auf voller Kehlkopfstärke durch – bei Gegentreffern lauter als bei eigenen Toren. Und nicht nur ein Lied sondern ungefähr insgesamt 20. Jeder zweite hat irgendwo ein Tattoo des Clublogos auf der Pelle und mindestens ein Rad ab (für das Protokoll: hinter Stange an der der eine da klettert gehts 30 Meter runter):

Fankurve "Amsterdam" voller Peñarol-Fans

Fankurve „Amsterdam“ voller Peñarol-Fans

Aber darüber wollte ich eigentlich nicht schreiben. Vielmehr wollte ich eine kleine Geschichte Uruguays unter die Leute bringen.
Anfangs war alles schlecht. Die Region des heutigen Uruguays war unter spanischer Besatzung. Dann kam 1811 General Artigas mit seinen Leuten an und schmiss die Spanier raus, die wehrten sich noch ein wenig, gingen aber irgendwann doch. Anschließend gehörte das Gebiet als Provinz zu einer Föderation, die mehr oder weniger ganz Argentinien umfasste, welches seinerzeit schon unabhängig war. Kurze Zeit später annektierten die Portugiesen, von Brasilien kommend den Landstrich. Sie blieben aber nicht lange denn Brasilien erreichte seinerseits die Unabhängigkeit um die 1820er Jahre herum. Damit gehörte Uruguay kurzzeitig zu Brasilien. Jetzt kommt der Clou und auch der Grund für die 33 Palmen auf der Plaza de Independencia: Im April 1825 kamen die 33. Ehrlich gesagt weiß heute keiner mehr, ob es wirklich 33 waren aber die Zahl klingt halt gut und wird gemeinhin als eine Freimaurer-Zahl gehandelt.
Die 33 waren Soldaten, aus der Region, die den Rio Uruguay von Westen her überquerten, die Erde küssten, ein Banner aufstellten und einen Eid schwörten: „Libertad o Muerte“ (Freiheit oder Tod). Anschließend trommelten sie Leute zusammen und bekämpften das System. Am 25. Aug 1825 erklärten sie die Unabhängigkeit, hatten sie aber noch gar nicht. Sie kloppten sich weiter mit ihren Widersachern bis 1828. In diesem Jahr war das Land dann tatsächlich offiziell unabhängig.
In den kommenden 2 Jahren musste dann ein bisschen was organisiert werden, eine Verfassung zum Beispiel und eine Staatsverwaltung – nichts Besonderes. Endgültig handlungsfähig wurde Uruguay als Land daher erst am 18. Juli 1830 (das wichtigste Datum der Landesgeschichte). Im Palast der Legislatur liegt die Original-Verfassung unter rotem Samt herum.
Ab 1830 folgte dann bis etwa 1904 Bürgerkrieg auf Bürgerkrieg, was halt so passiert wenn zu viele Stakeholders ihre Schäfchen trocken halten wollen aber seit 1904 läuft das Land ganz gut. Zeitweilig nannte man es gar die Schweiz von Südamerika und den Acht-Stunden-Arbeitstag haben die hier seit 1911.
Woher aber kommt der Name Uruguay? Die genaue Bezeichnung des Landes ist Republica Oriental del Uruguay. Übersetzt heißt das: Die Republik östlich des Uruguay. Und tatsächlich begrenzt dieser Fluss im Westen das Gebiet. Irgendwann bürgerte sich der Name Uruguay dann als Landesbezeihnung ein. Das Wort kommt aus dem Guaraní und heißt „Rio de los Pájaros Coloridos“ oder Fluss der bunten Vögel.
Apropos Pájaro. Ein ähnliches Wort lautet Pajéro. Mir wurde dieses Wort auf dem Fahrrad am Samstag hinterhergebrüllt aus mir unbekannten Gründen. Vielleicht war die rote Ampel nicht ganz so optional wie sonst alle Ampeln hier im Land. Ein Freund klärte mich später über die Bedeutung auf. Wenn man die Aufschrift auf dem T-Shirt um „er“ ergänzt, hat man die Lösung.

Nettes T-Shirt

Nettes T-Shirt

Hatte Mitsubishi nicht einen SUV dieses Namens in der Produktpalette? Die Leute bestätigten mir, dass sich das Auto nicht sonderlich gut hier verkaufte.