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[Sucre] eng / weit

Veröffentlicht: 9 März, 2013 in allgemein
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Ese articulo se dedica a dos lugares muy distintos: el interior de una mina de Cerro Rico cerca de Potosí y el salar de Uyuni. Dentro de la mina me sentí incomodo por el calor y el estrechez. Tambien, ver como trabajan los mineros no es una experiencia muy agradabe y me encontré feliz cuando pude salir la cueva. 24 horas mas tarde visité el salar de Uyuni. El suelo es tan blanca que hay que parpadear aunque se lleva gafas del sol. El ojo no tiene nada para fijar porque hasta el horizonte solo hay un plano blanco y un cielo perfectamente celeste. Se siente muy pequeno y un poco perdido antes de esta vastedad. Pero ambos visitas, a la mina y al salar, fueron muy interesantes y increíbles.

Ich bin um zwei Erfahrungen, wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten, reicher. Zunächst besuchte ich noch in Potosí den Cerro Rico, also den reichen Berg. Bereits seit Inca-Zeiten wird derselbe wie ein Ameisenhaufen durchlöchert, abgetragen und zerpflückt. Trotz der 500 Jahre Bergbau thront er aber immer noch majästetisch über der Stadt und noch immer fahren tägich 15000 Bergleute in die Minen ein. Silber, dass man hier früher in großen Mengen fand, gibt es hier schon kaum mehr. Heute werden die letzten Reste anderer Materialien aus dem Berg geprokelt. Der Cerro Rico ist und war der Grund für die Existenz der Stadt Potosí. Im 18. Jahrhundert war sie eine der reichsten Städte der Welt mit silbergepflasterten Straßen. Dass der Reichtum mit dem Leben von 8 Millionen Sklaven, Indigenas und sonstigen Bergleuten bezaht wurde, sollte aLs Randnotiz nicht fehlen.
Für die Touris werden Exkursionen in die Minen angeboten, ganz klar dass ich da auch rein muss. Umgerechnet 11 EUR kostet der Spaß, man bekommt Gummistiefel, eine Jacke, eine Überhose und – am allerwichtigsten – einen Grubenhelm mit Lampe. Mit dem ganzen Equipment sieht man nachher in etwa so aus:

In Bergmannskluft

In Bergmannskluft

Mit dem Bus geht es zunächst in Richtung Bergmannsmarkt, Geschenke kaufen. Es gehört zum guten Ton, den in der Mine arbeitenden Kumpels, Dynamit, Wasser, Schnaps, Coca-Blätter oder Zigaretten mitzubringen. Was schenkt man also? Dynamit mit Zünder kostet 2,20 Euro aber als jahrelanger Silvester-Verweigerer werde ich nicht jetzt mit dem Böller kaufen anfangen. Coca ist eine Droge, die ich nicht verstehe also fällt das auch aus, beibt nur Schnaps.
Auf dem Markt wird 95%iger Stoff in Plastikflaschen angeboten. Die sehen aus wie Toilettenreiniger-Behältnisse. Ich kaufe eine Flasche und prüfe die Qualität. Das Getränk verdunstet im Mund sofort und das wenige, was die Kehle erreicht brennt gefühlt bis auf Höhe des Bauchnabels. Kann man trinken, muss man nicht. Derartig vorbereitet geht es ab in den Schacht.
Noch kann ich im Gang fast aufrecht stehen als ich feststellen muss, dass meine Gummistiefel durchlässig sind für das fürchterliche Schlammwasser des Stollens. Aber die Grube ist keine Komfortzone also weiter. Nach 200m steht eine havarierte Lorenbahn im Gang. Wir müssen über den Zug hinweg klettern. Zwischen der Bahn-Oberkante und der Tunneldecke sind 40cm Platz, das reicht locker. 800m weiter, inzwischen habe ich eine innige Beziehung zu meinem Kopfretter, dem Helm, aufgebaut, verlassen wir auf allen Vieren das Level 1 und steigen auf Level 3 hinab. Unten angekommen blutet die linke Hand aber der hohe Schwefelgehalt des Gesteins verhindert Bakterienstämme wirkungsvoll (hoffe ich). Es sind jetzt etwa 35°C Tendenz steigend und ich verspüre deutliche Transpiration. Wir treffen auf Bergarbeiter, die mit Spitzhacke und Schaufel auf dem Gestein rumdengeln. Keiner trägt Staubschutz vor dem Mund, die Backen sind dick mit Coca-Blättern gefüllt. Sie nehmen die Geschenke entgegen und racken weiter. Wir Touris gehen weiter durch einen Gang der knöcheltief unter Wasser steht. In meinen Stiefen kann ich den Wasserstand gut nachempfinden aber es ist ja warm. Wir treffen auf einen Arbeitstrupp, der mit Eimern das Wasser in eine Lore schöpft um es aus dem Stollen zu bekommen. Pumpen gibt es nicht. Mein Touri-Trupp geht noch etwas weiter, ich entscheide mich zu warten denn der Wasserspiegel geht inzwischen bis zur Mitte der Waden. Pötzlich bin ich alleine. Ich schalte das Licht auf meinem Kopf aus und Ruhe ist. Ich bin 300 Meter unter der Erde, gebückt stehe ich in der Dunkelheit und kann nach oben, unten, links, rechts die matschig nasse Wand anfassen. Meine Füsse sind nass und der Rücken tut weh. Die Luft riecht nach Schwefel, die Augen, Nase und der Mund brennen und große Dankbarkeit befällt mich. Dankbarkeit, dass ich hier nicht jeden Tag her muss. 30 Minuten später sind wir wieder draußen und glücklich. Unser Guide erzählt, dass in 10 Jahren der Cerro Rico zum Cerro Pobre wird. Was dann aus Potosí wird – weiß keiner.

Dynamit, Zünder, Gas-Detektor - Der Bergbaumarkt bietet viele interessante Produkte

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Trink-Akohol 95% - Prost

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Kletterakt über die Grubenbahn. Der Guide empfahl auf keinen Fall die Druckluftleitungen zu berühren. Die wären nicht mehr so toll.

Kletterakt über die Grubenbahn. Der Guide empfahl auf keinen Fall die Druckluftleitungen zu berühren. Die wären nicht mehr so toll.

Lagebesprechung bevor es auf allen Vieren weitergeht

Lagebesprechung bevor es auf allen Vieren weitergeht

Wasser im Schacht

Wasser im Schacht

Wassertransport aus dem Schacht. Nie wieder will ich mich über meine Arbeit beklagen.

Wassertransport aus dem Schacht. Nie wieder will ich mich über meine Arbeit beklagen.

Ohne zu duschen springe ich 4 Stunden später in den Bus nach Uyuni und finde mich 24 Stunden nach der klaustrophobischen Bergwerkserfahrung mit Nirvana „On A Plane“ aus meinem MP3-Player auf den Ohren in der Salzwüste wieder. In alle Richtungen geht es in weiß bis zum Horizont. Das Gefühl für die Weite verschwimmt und die unfassbare Helligkeit lässt einen die Augen hinter der Sonnenbrille zusammenkneifen. Man bekommt das Gefühl, niemals ankommen zu können, egal in welche Richtung man auch geht. Eigentlich eine gute Metapher für das Leben selbst.

In jede Richtung dieser Anblick.

In jede Richtung dieser Anblick.

Da gerade Regenzeit ist, stehen Teile der Salzwüste unter Wasser. Es entstehen ganz nette Spiegel-Effekte.

Da gerade Regenzeit ist, stehen Teile der Salzwüste unter Wasser. Es entstehen ganz nette Spiegel-Effekte.

Als Fazit lässt sich sagen, dass sowohl absolute Enge als auch absolute Weite auf gewisse Weise beunruhigen. Müsste ich mich jedoch entscheiden, würde ich die unendliche Weite vorziehen. Hier kann man wenigstens Fussball spielen.

Der Bau eines Salzmannes ist nicht einfach aber es geht. Leider hat irgend so ein dummer Backpacker-Party-Touristen-Idiot die Statue bereits nach 10 Minuten zerstört. Der im weißen T-Shirt war´s.

Sieht einfach aus aber die Herstellung on Salzmännern ist äußerst kompliziert. Im Gegensatz zu Schnee kleben die Salzkörner nicht aneinander

Sieht einfach aus aber die Herstellung on Salzmännern ist äußerst kompliziert. Im Gegensatz zu Schnee kleben die Salzkörner nicht wirklich aneinander

Die Salzwüste on Uyuni ist ein Touristen-Magnet der seinesgleichen sucht. Bei unserem Besuch des Salzhotels standen nicht weniger as 34 Jeeps dort rum. Jeder durchreisende Touri kommt hier vorbei. So auch der Salzmann-Mörder

Die Salzwüste von Uyuni ist ein Touristen-Magnet der seinesgleichen sucht. Bei unserem Besuch des Salzhotels standen nicht weniger as 34 Jeeps dort rum. Jeder durchreisende Touri kommt hier vorbei. So auch der Salzmann-Mörder

In Uyuni gibt es außerdem noch den Friedhof der Dampfloks, ein Abstellgleis, wo man auf den alten Schlachtrössern der Industrialisierung herumturnen kann. Das ist super. Die trockene Luft sorgt dafür dass die alten Maschinen so gut wie keine gravierenden Rost-Stellen haben. Die sind auch noch in 100 Jahren hier.

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Eisenbahnfriedhof 1

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Eisenbahnfriedhof 2

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Eisenbahnfriedhof 3

So, morgen werde ich mir Sucre, die alte Hauptstadt Boliviens, näher bringen und dann ab Sonntag Richtung Cochabamba weiterfahren. Da ich nur durch kleine Dörfer kommen werde, wird der nächste Text wohl etwas auf sich warten lassen.

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